Juli 2020

Anwendungen

Ausbildung zum/zur Chemielaborant/in bei der Schweitzer-Chemie

„Im Labor bin ich genau richtig“

Der Spaß an chemischen Untersuchungen und Versuchsreihen wurde Janis Horr sozusagen in die Wiege gelegt: Durch seinen Vater lernte der junge Mann aus Rheinland-Pfalz frühzeitig die vielseitigen Tätigkeitsfelder im Berufsleben eines Chemielaboranten kennen. Nun tritt er seit September 2018 als Azubi bei der Schweitzer-Chemie in dessen Fußstapfen.

„Naturwissenschaftliche Themen haben mich schon immer interessiert und in der Schule war Chemie mein Lieblingsfach“, berichtet der 22-Jährige. Mit Begeisterung nahm er bereits als Zehnjähriger an entsprechenden Schul-Arbeitsgemeinschaften teil und absolvierte später sogar ein Schülerpraktikum in der chemischen Industrie. Die Fachhochschulreife erwarb er, nach dem Abschluss der Realschule, während seiner ersten Ausbildung zum Umweltschutztechnischen Assistenten (UtA). Dabei entdeckte er sein Herz für die Wasseranalytik — und schließlich die Schweitzer-Chemie.

Seine Bewerbungsunterlagen für die Ausbildung zum Chemielaboranten habe er an viele Unternehmen in ganz Deutschland geschickt, berichtet Janis Horr: „Aber die Schweitzer-Chemie war mein klarer Favorit und da passte es wunderbar, dass ich von dort die allererste Zusage bekam.“ Die Entscheidung für uns hat er nicht bereut: „Ich fühle mich hier seit dem ersten Tag willkommen und mag die Arbeit sehr.“

Obwohl unser Azubi eine gewisse Erfahrung mitbrachte, hat ihn manches überrascht, was er bei uns bisher erlebt hat. Im hauseigenen Labor lernte er, wie enorm aufwändig bei der Wasseranalyse vorgegangen wird und welche Präzisionsarbeit die Apparaturen dafür leisten. Sehr erstaunt war er über die riesigen Ausmaße vieler Anlagen zur Wasserbehandlung: „Bei Kundenterminen, auf denen ich unsere Außendienstmitarbeiter und Servicetechniker begleiten durfte, habe ich diese mächtige Technik zum ersten Mal aus der Nähe gesehen.“

Wie alle unsere Auszubildenden hatte Janis Horr Gelegenheit, bei „Schnupperaufenthalten“ die Arbeit in den anderen Abteilungen des Unternehmens zu beobachten. Eine gute Sache, wie er findet, weil das nicht nur sehr abwechslungsreich und interessant sei, sondern ihm vor allem geholfen habe, Grundlegendes über die Struktur der Schweitzer-Chemie zu erfahren. Besonders eindrucksvoll fand er seine Zeit beim Service-Innendienst: „Das Team ist die direkte Schnittstelle zu den Kundinnen und Kunden, kennt sich in allen Bereichen von Wartungen über Inspektionen bis Reparaturen aus und organisiert sämtliche Termine. Ich finde es bewundernswert, wie schnell und gut organisiert die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese umfangreichen und ganz sicher nicht einfachen Aufgaben managen.“ In guter Erinnerung hat er die einwöchige „Stippvisite“ in unserem Lager: „Weil ich dort beim Scannen, Sortieren und Einräumen der Ware rasch mit anpacken konnte.“ Teil seiner Ausbildung ist selbstverständlich ebenso der regelmäßige Besuch der Berufsschule. 

Passend zu seinem Berufsziel bereitet ihm die Tätigkeit im Labor aber immer noch die größte Freude: „Die Analyse und Auswertung der Wasserproben umfasst je nach Art eine Vielzahl von Arbeitsschritten und dadurch bleibt die Tätigkeit immer spannend“, lautet sein Fazit. Praktische „Handarbeit“ liege ihm eben am meisten: „Ich bin nicht der Typ, der gerne den ganzen Tag am Computer sitzt und darum im Labor tatsächlich genau richtig.“ Wasserkontrollen auf die enthaltenen Anionen und Kationen, den pH-Wert, Leitfähigkeit und umweltschutztechnische Maßnahmen sowie die Protokollierung der Ergebnisse gehören zu den Aufgaben, in die er schon eingeführt wurde.