September 2022

Karriere

Über die Schulter geschaut: Jörg Jasper, Sonderbeauftragter Service

Die Ausbildung zukünftiger Servicetechniker, die Tätigkeit auf Sonderbaustellen und in Projekten, Ansprechpartner für Servicetechniker deutschlandweit, die per Mail oder telefonisch seinen Rat einholen – Jörg Jasper ist überall da, wo man seine langjährige Erfahrung schätzt. Als „Mann für alles“ bezeichnet er sich selbst, gefragt nach seiner Stellenbeschreibung.

Mit der Schweitzer-Chemie „groß geworden“ ist der heutige Sonderbeauftragte Service und blickt auf mittlerweile über 21 Jahre im Unternehmen zurück, wie er im Gespräch erzählt. Insgesamt ist er stolze 31 Jahre in der Branche. Es war der Aufkauf der Schilling-Chemie, den Jörg Jasper im Jahr 2000 aktiv miterlebt hat. Dieser hat ihn zum Wechsel zur dadurch neu gegründeten Schweitzer-Chemie bewegt. „Ich bin da reingewachsen“, beschreibt der 60-jährige Duisburger die Entstehung einer neuen Firma, die er bis heute als motivierend und positiv erlebt.

Sonderbeauftragter Service? Wie kommt man zu einer solchen Rolle?

Jörg Jaspers heutige Stelle wurde vor ein paar Jahren „erfunden“, wie er erzählt. Bis 2017 selbst Serviceleiter West, unterstützt er seinen Nachfolger und das Team der Servicetechniker West nun etwa bei Montageaufnahmen und Baustellenbesprechungen. Oft sind es bereits fertige Aufträge, die von den Kolleginnen und Kollegen im Außendienst kommen. Baustellen werden dann im Bedarfsfall gemeinsam besichtigt, Termine abgestimmt. Zudem kann er sich verstärkt der Weiterbildung neuer Servicetechnikerinnen und Servicetechniker widmen. Immer wieder sind es außerdem Sonderbaustellen, die der Mann aus dem Ruhrgebiet über Wochen, sogar Monate, betreut. Vodafone, vor rund zehn Jahren, ein enormes Projekt, fällt ihm da spontan ein – eine Aufgabe über viele Wochen. Baustellenkoordination, Leute einteilen, Material besorgen, so fasst Jörg Jasper seine Sonderbeauftragten-Tätigkeit vor Ort pragmatisch zusammen. In Zusammenarbeit mit Alex Rosenberger ist er außerdem kommissarische Regionale Serviceleitung Nord.

„Die Schweitzer-Chemie ist meine Familie“

Auch die Ausbildung der Servicetechniker übernimmt der gelernte Elektrotechnik-Meister gemeinsam mit Alex Rosenberger. Seine Erfahrung: „Es dauert ein dreiviertel Jahr bis ein Jahr, bis jemand alleine nach draußen kann.“ So setzt man in der Ausbildung darauf, lieber ein paarmal mehr mit einem erfahrenen Servicetechniker unterwegs zu sein, „bevor Fehler passieren“. Der praktische Ausbildungsblock, konzentriert und vor Ort, ist aus seiner Sicht mit entscheidend. „Damit haben wir beste Erfolge“, weiß der Mann der ersten Stunde. Ursprünglich für den März geplant, ist diese Schulungsmaßnahme fürs Erste aufs Jahresende verschoben worden. Zeit genug für den Macher, sich anderen Aufgaben zu widmen, denn: „Letztlich muss auch der Umsatz stimmen. Es gilt Probleme zu lösen und Kunden zufrieden zu machen.“ Zu sehen, dass beispielsweise die heutigen Regionalen Serviceleiter Süd-West, West und Nord von ihm unter diesen Vorzeichen erfolgreich mit ausgebildet wurden, macht ihn stolz.

„Es hat immer Spaß gemacht. Ich wollte mich nie woanders bewerben.“

Gefragt danach, was Jörg Jasper besonders viel Spaß macht, antwortet er, die Arbeit mit jungen Menschen. Auch wenn er erkennen muss, dass leider immer weniger Interesse am Handwerk besteht. In zwei Jahren will er sich in den Ruhestand verabschieden. „Noch immer macht mir die Arbeit viel Spaß – und ich bringe die Erfahrung aus den ganzen Jahren überall dort ein, wo sie gebraucht wird“, zeigt er sich motiviert.

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